28. Februar 2014 –  Der Rekurs war erfolgreich!

Mit Entscheid vom 28. Februar hat das Baurekursgericht den Rekurs der IG Tiefenbrunnen im Auftrag von 26 Parteien gutgeheissen und die Baubewilligung(en) aufgehoben. (Tagesanzeiger 05.03.2014).

Auf dem 6 500 m² grossen Areal zwischen Bahnhof Tiefenbrunnen, Gleisen, Auto-Waschanlage und Bellerivestrasse planten die SBB ein Geschäftshaus mit ca. 6 800m² Mietfläche. Als Bezugstermin war 2015/16 angegeben.

Die unverhältnismässigen Dimensionen von 135 m Länge und 11.5 – 17 m Höhe des projektierten Gebäudes würden aber das Ortsbild sprengen. Im Tiefenbrunnen findet sich noch eine lebendige und gewachsene Ansammlung vieler städtischer Funktionen. Das Netzwerk von Gleisen, Brücken, Rampen, Verlade- und Haltestellen, durchsetzt mit kleineren Gebäuden aller Art und umstanden von guter Architektur ist noch ein echter urbaner Organismus – und Gegenpol zur „Seefeldisierung“.

  • Das gepante Gebäude nimmt keine Rücksicht auf die bauliche und landschaftliche Umgebung.
  • Dem historisch gewachsenen kleinteiligen Quartier wird ein Riegel vorgeschoben.
  • Die Sicht auf Bäume und See wird erheblich eingeschränkt, die Wohnqualität im Quartier sinkt.
  • Die Wohnungen und Liegenschaften hinter dem Bau verlieren deutlich an Wert.
  • Das Quartier braucht Gewerberäume und zahlbare Wohnungen, aber keine zusätzlichen Büros.
  • Neue Büros, Geschäfte und Restaurants bringen noch mehr Lärm und Verkehr.
  • Park+Ride-Plätze werden reduziert, der Suchverkehr im Quartier nimmt zu.
  • 22 Mio. Franken für ein Geschäftshaus, aber keinen Rappen für eine kinderwagen- und behindertengerechte Unterführung
  • Das Projekt nutzt externen Besuchern, aber nicht dem Quartier. Unsere Lebensqualität sinkt.

Die von Anwohnern, Betroffenen und Sympathisanten Anfang März 2012 gegründete IG Tiefenbrunnen sammelt Meinungen, Argumente, Wissen und Kontakte. Sie setzt sich für eine sorgsame und transparente Planung und ein Mitspracherecht ein.

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